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BZ Bericht vom 03.11.18

Aktualisiert: 4. Apr 2019

Ein Bericht der Badischen-Zeitung über unsere "ersten Schritte".


Gibt es ab 2019 eine weitere Fraktion im Gemeinderat? Unter dem Namen Bürgerforum Zell wollen zwei altgediente und einige junge Zeller neue Ideen in die Lokalpolitik einbringen.

Neue Ideen wollen (von links) Edwin Kiefer, Annalena Lais, Bernhard Klauser und Benedikt Debes als Bürgerforum Zell in die Lokalpolitik einbringen. Foto: Nicolai Kapitz


Die Kommunalwahl 2019 wirft auch in Zell ihre Schatten voraus: Zu den drei Fraktionen im Gemeinderat könnte sich nach der Stimmenauszählung am 26. Mai eine weitere gesellen: das Bürgerforum Zell. Die zwei altgedienten CDU-Mitglieder Bernhard Klauser und Edwin Kiefer scharen zur Zeit lokalpolitisch interessierte Mitbürger um sich, um bei den Wahlen mit einer eigenen Liste anzutreten. Ziel sind mindestens zwei Mandate. Und das Bürgerforum Zell könnte den Altersschnitt im Rat deutlich senken.

Altersdurchschnitt im Gemeinderat könnte deutlich sinken

Werner Ganter von der CDU ist mit 48 Jahren der jüngste Gemeinderat, Silvia Chiarappa von den Freien Wählern ist noch etwas jünger und damit die jüngste Rätin. Wenn das Bürgerforum Zell 2019 tatsächlich mehr als zwei Mandate erreicht, könnte der Altersschnitt drastisch fallen. Denn viele der mittlerweile bald 20 Zeller, die sich dem Bürgerforum zurechnen, sind knapp über 20. Und so ist auch die Zusammensetzung der kleinen Runde, die sich im Nebenzimmer des Gasthauses "Löwen" zum Pressegespräch zusammengefunden hat, sinnbildlich: Zwei Veteranen der Zeller Lokalpolitik – Bernhard Klauser und Edwin Kiefer – scharen politisch interessiertes und in Zell engagiertes Jungvolk um sich.

"Wir glauben, dass es frischen Wind braucht und dass wir mit einer eigenen Liste mehr Möglichkeiten haben." Bernhard Klauser, Initiator der Liste Bürgerforum Zell"In der CDU hatten wir nicht mehr das Gefühl, mit unseren Ideen und Vorstößen ernst genommen zu werden", erklärt Bernhard Klauser. "Wir glauben, dass es frischen Wind braucht und dass wir mit einer eigenen Liste mehr Möglichkeiten haben." Bernhard Klauser, 59 Jahre alt, und Edwin Kiefer (65) haben eine lange Vergangenheit bei den Zeller Christdemokraten. Klauser ist seit Langem Stadtverbandsmitglied, Kiefer war zwischen 1980 und 1999 mit Unterbrechungen insgesamt 15 Jahre Stadtrat. "Wir beide verfolgen die Lokalpolitik in Zell schon sehr lange", sagt Edwin Kiefer. "Es muss sich etwas ändern. Wir wollen in einer neuen Zusammensetzung in einer unabhängigen Gruppe nochmal durchstarten."

Damit zielen die beiden Initiatoren darauf ab, dass sie zu den etablierten Gemeinderatsparteien CDU, SPD und Freien Wählern auf Distanz gehen wollen. Folglich sind in der Anhängerschaft zumindest derzeit auch keine weiteren etablierten Lokalpolitiker zu finden, sondern vor allem Jugendliche: Mit am Tisch im "Löwen" sitzen Annalena Lais (21), Jannick Sprich (22) und Benedikt Debes (20). "Wir sind Zeller, wir wollen hier bleiben. Und deswegen wollen wir hier etwas mitgestalten", sagt Annalena Lais. "SPD oder CDU kamen für uns da nicht in Frage", ergänzt Benedikt Debes. "Wir wollen uns nicht an eine Partei binden. Aber wir wollen trotzdem unsere Ideen einbringen."

Das Wahlprogramm entsteht gerade

Aber um welche Ideen geht es den jungen wie alten Mitgliedern des Bürgerforums? "Grundsätzlich sind wir noch dabei, ein Programm zusammenzustellen", erklärt Bernhard Klauser. "Wir hoffen, dass sich noch viele weitere Interessierte bei uns melden. Jeder ist mit seinen Ideen willkommen." Bisher sind es drei Schwerpunkte, auf die sich das Bürgerforum konzentriert: "Es geht uns um die Beseitigung von Leerständen in der Innenstadt und ein Konzept für den Einzelhandel, es geht um die Innenstadtgestaltung und die Lebensqualität in Zell und es geht um Themen, die die Jugend beschäftigen", sagt Edwin Kiefer.

Fortschritte in diesen Bereichen vermissen die Bürgerforums-Mitglieder seitens der etablierten Stadträte. Gleichwohl wollen sie die Gründung des Bürgerforums nicht als Seitenhieb, harsche Kritik oder gar Racheaktion an den etablierten Parteien – vor allem der CDU – verstanden wissen. "Wir wollen uns konstruktiv einbringen", beteuert Bernhard Klauser. "Uns ist klar, dass da nicht jeder Hurra schreit. Aber wir haben einfach den Eindruck, dass frisches Blut nötig ist."

Der Zeitplan

Ziel ist es nun, bis zum Jahresende eine ausreichende Zahl von Interessenten zusammenzubekommen, die auch bereit sind, auf der Bürgerforums-Liste für den Gemeinderat zu kandidieren. "Wenn wir weniger als zwei Mandate erreichen, wären wir enttäuscht", sagt Bernhard Klauser, der gemeinsam mit Edwin Kiefer auf jeden Fall kandidieren wird und – wenn sie zustande kommt – auch den Vorsitz der Fraktion übernehmen würde. Bis zum 28. März 2019 – so steht es in der Kommunalwahlordnung – müssen die Wahlvorschläge eingereicht sein. Bis dahin wollen die Mitglieder des Bürgerforums in Zell in der Öffentlichkeit Präsenz zeigen und auch inhaltlich an einem Wahlprogramm arbeiten.


Hier gehts zur BZ: https://www.badische-zeitung.de/zell-im-wiesental/buergerforum-zell-will-bei-der-kommunalwahl-2019-antreten--158627300.html

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